Hygiene und Immunsystem zu Zeiten des Coronavirus (COVID-19)

Hygiene und unser Immunsystem sind miteinander verbunden. Atemschutzmasken und andere Hygieneschutzmittel werden heute zum größten Teil in China hergestellt. Plötzlich wird die Globalisierung in diesem Fall zum Nachteil. Ein großer Teil der Produkte wird von Chinesen selbst genutzt.

Ein anderer Teil wird für den Export in viele verschiedene andere Länder benötigt.So kommt in Deutschland nur unzureichend Nachschub an.

Soll die Produktion von Hygienemitteln und verschiedenen Arzneimittel lieber wieder nach Hause geholt werden?

Was können wir tun, um unser Immunsystem zu stärken, damit wir gar nicht erst krank werden?

Damit wir gar nicht erst krank werden, schlägt Dr. Schwarzkopf, anerkannter Arzt und Mikrobiologe eine ausgewogene Ernährung vor. Er sagt, von allem sollte etwas dabei sein. Viele Dinge können auch erst in der Mischung wirken.

Die Schleimhautabwehr, das sei erwiesen, kann durch die Einnahme von Probiotika verstärkt werden.

Wir als Pflaumenfamilie können dazu auf jeden Fall unsere Produkte in den Ring werfen. Zunächst kann unser Darm mit unserer chinesischen Pflaume, der laxplum, gereinigt werden.

Danach bauen wir unser Mikrobiom mit unseren leckeren Fermenten, die mit Millionen von Milchsäurebakterien bestückt sind, auf. Jeden Tag genießen wir dafür

  • ein Schlückchen Fermentsaft Rote Bete
  • Kimchi oder
  • Kombucha Berry

Dr. Schwarzkopf führt an, dass sich im Dünndarm die Schule des Immunsystems befindet. Sog M-Zellen greifen Antigene ab und bauen die Schleimhautabwehr auf. Dieser Prozess startet mit der Geburt und endet mit dem Tod und wird somit ständig angepasst an unsere Lebensumstände.

Leider gibt es aber keine Garantie, nicht infiziert zu werden. Eine Infektion könnte allerdings auf jeden Fall moderater verlaufen.

Logischerweise, sagt Dr. Schwarzkopf, sei der beste Weg sich nicht zu infizieren, den Erreger gar nicht erst zu treffen.

Als Beispiel führt Dr. Schwarzkopf die Benutzung von Toiletten an. Wer die Toilettenspülung betätigt, ohne den Deckel zu schließen, sorgt dafür dass eine 40 cm hohe Aerosol Wolke mit Bakterien aufsteigt.

Die logische Schlussfolgerung sei, den Toilettendeckel nach Benutzung jeweils zu schließe und dann erst zu spülen.

Der Deckel wird bei dem Vorgang jedoch stark kontaminiert, d.h. man muss für regelmäßige Reinigung sorgen.

Sollen wir uns die Hände oft nur waschen, oder ist es zusätzlich wichtig, nach der Reinigung ein zusätzliches Desinfektionsmittel zu benutzen?

Das Waschen plus zusätzliches Desinfektionsmittel sei für die Haut schlecht, findet Dr. Schwarzkopf. Das könnte zu großen Hautproblemen führen.

Können Desinfektionsmittel einen Einfluss auf unsere guten Darmbakterien haben?

das Desinfektionsmittel einen Einfluss auf unsere guten Darmbakterien haben,  sei bedingt der Fall. Letzten Endes wird unsere körpereigene Abwehr und unser Mikrobiom von den Keimen in unserer Umgebung gespeist. Viele Familien desinfizieren ihre eigene Familienflora weg. Leider, findet Dr. Schwarzkopf, weil alle Familienmitglieder, inklusive der Hund in einer Schutzflora leben. Eine Familie sollte lieber von der gemeinsamen Flora profitieren.

Wer seinen Haushalt zu stark reinigt, verdrängt den Sparringspartner für die eigene Abwehr. Unsere eigene Immunabwehr trainiert z.B. mit den Bakterien auf unseren Lebensmitteln.

Falsche Bakterien am falschen Ort?

Wie kann es passieren, dass falsche Bakterien am falschen Ort landen? Z. B. in den Dünndarm, wo sie nicht hingehören.

Die Magensäure ist nicht nur ein Mittel zum Anlösen und zum Verkleinern von Speisen, sondern auch ein potentes Desinfektionsmittel. Baterien hassen Säure, jedenfalls die patogenen.

Bei einem Magengeschwür werden z.B. Medikamente gegeben, die die Magenschleinhaut angreifen.  Um diesen Effekt zu verhindern, werden sogenannte Säureblocker gegeben. Damit ist der Weg frei für die Bakterien, sich auf den Weg in den Dünndarm zu machen, wo sie evtl. einen Bereich finden, den sie besiedeln können.

Es ist festzustellen, dass es viele Menschen gibt, bei denen der PH-Wert im Darm verschoben ist. Es gibt oft zu viel Säure.

Warum infizieren sich so viele Mensch im Krankenhaus?

Warum sich so viele Menschen im Krankenhaus mit Keimen infizieren, ist kein Geheimnis. Kein Keim kann restlos illiminiert werden. Auch über Plastik kann es zu Infektionen kommen, wie Katheder…

Sollten wir vor einem Krankhausaufenthalt unser Immunsystem z.B. mit Probiotika stärken?

Ja, auf jeden Fall können wir mit guten Bakterien in Fermenten wie milchsauer vergorenes Gemüse wie von Louie’s grünepflaume unser Mikrobiom vor einem Krankenhausaufenthalt verbessern.

Was hat Rauchen für einen Einfluss auf die Darmflora?

Das Nikotin hat einen Einfluss auf die Darmbewegung, sprich Perestaltik. Oft leiden Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, zunächst an Verstopfung. Sie können ausprobieren, chinesische Pflaumen zu verzehren um dem entgegen zu wirken.

Thema Bauch-Hirn-Achse:

Wenn man z.B. Psychopharmaka nimmt oder Anti-Depressiva, hört man heute oft in diesem Zusammenhang den Ausdruck Bauch-Hirn-Achse.

Es gibt bei Einnahme von Psychopharmaka oder Anti-Depressiva  ganz oft Nebenwirkungen im Darm. Da weiß die Wissenschaft noch nicht, womit dieses Phänomen genau zusammenhängt.

Antibiotika wirken verheerend auf die Darmflora und können viel zerstören.

Warum haben viele Menschen noch nicht viel über die besondere Bedeutung unseres Darms gehört?

Das Thema um die besondere Bedeutung unsere Darms wird immer bekannter. Gerade durch Stuhlanalyse sorgt für Bekanntheit. Eine große Entdeckung für bestimmte Krankheiten ist die Stuhlspende. Durch Stuhlspenden können bestimmte Krankheiten geheilt werden.

Die Ergebnisse von Stuhlanalysen sind heute sehr gut belegt. Sie funktionieren.

Es werden jetzt sogar sog. Stuhlbanken in Krankenhäusern angelegt. Der Patient kann dann in Kapseln gefriergetrockneten Stuhl zu sich nehmen.

Wenn jemand Darmproblem hat, wäre eine Stuhlanalyse gut mit Folge von veränderter Ernährung.

Was kann man mit Parasiten im Darm tun?

Dr. Schwarzkopf empfiehlt zum Thema Parasiten im Darm  sog. Einmalgaben, sprich konventionelle Medikamente. Eine Therapie dauert ca. 10 Tage lang.

Woran wird gerade geforscht?

Spannend findet Dr. Schwarzkopf dass immer mehr an der Darm-Kopf-Hirn Verbindung geforscht wird. Neurotransmitter haben Einfluss auf unser Gehirn. Ein Witz: wenn wir abends an den Kühlschrank gehen, wissen wir nicht, ob wir Hunger haben oder ob wir eventuell nur eine Bestellung unseres Mikrobioms ausführen?

Wir kennen auch längst nicht alle Bakterien, die es in unserem Organismus gibt. Es wird spannend zu erfahren, wie wir so zukünftig sensibler eingreifen können. Es gibt eine Unmenge an Forschungsstoff.

Das war ein Gespräch mit PD Dr. med. habil. Andreas Schwarzkopf, u.a. Experte für Krankenhaushygiene,  im Rahmen des online Darmkongress im März 2020

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